Wissens-Check für das elektronische Patientendossier (EPD)

Zugriff erteilen – Grundlagen

Sie selbst legen fest, wer ausser Ihnen Ihre Dokumente im EPD einsehen kann. Wie das funktioniert, erfahren Sie im nachfolgenden Clip:

  • Das elektronische Patientendossier, kurz EPD genannt, ist eine Sammlung von persönlichen Dokumenten rund um Ihre Gesundheit.

    Sie alleine bestimmen, wer auf welche Dokumente wie lange zugreifen darf. Sie können Ihre Dokumente drei verschiedenen Vertraulichkeitsstufen zuordnen: „geheim“ für Dokumente, die nur Sie sehen sollen. „eingeschränkt zugänglich“ für Dokumente, die aus Ihrer Sicht sensibel sind und nur von Gesundheitsfachpersonen mit einem speziellen Zugriffsrecht eingesehen werden können, oder „normal zugänglich“ für alle anderen Dokumente. Sie können Ihren behandelnden Gesundheitsfachpersonen nun das entsprechende Zugriffsrecht erteilen.

    Lassen Sie uns dies anhand eines Beispiels veranschaulichen: Erika hat Rückenschmerzen und bekommt Physiotherapie verordnet. Damit die Physiotherapeutin die behandlungsrelevanten Dokumente im EPD einsehen kann, erteilt Erika ihr das Zugriffsrecht auf die „normal zugänglichen“ Dokumente. So sieht sie den radiologischen Befund. Erika befristet den Zugang auf 4 Monate, so lange wie die Behandlung voraussichtlich dauert.

    Schauen wir uns ein zweites Beispiel an: Erikas langjähriger Hausarzt soll Einblick in alle wichtigen Unterlagen erhalten. Erika erteilt ihm deshalb das erweiterte Zugriffsrecht für die beiden Stufen „eingeschränkt zugänglich“ und „normal zugänglich“.

    Im Überblick: Die Physiotherapeutin mit dem normalen Zugriffsrecht sieht somit nur den radiologischen Befund. Ihr Hausarzt kann mit dem erweiterten Zugriffsrecht den radiologischen Befund und den Arztbericht einsehen. Erika selber sieht alle Dokumente, auch jene, die sie als „geheim“ eingestuft hat und somit sonst niemandem zugänglich sind. Andere nicht an der Behandlung beteiligte und nicht berechtigte Gesundheitsfachpersonen haben keinen Zugriff. Auch Arbeitgeber und Krankenversicherer haben keinen Zugriff.

    Sie können die Einstellungen der Zugriffsrechte und Vertraulichkeitsstufen in Ihrem EPD jederzeit anpassen. So behalten Sie stets die Kontrolle über Ihre persönlichen Gesundheitsinfos.

    Bleiben Sie auf dem Laufenden. Weitere Informationen finden Sie unter www.patientendossier.ch.

Im Überblick

Die Tabelle unten zeigt, wie die Zugriffsrechte mit den Vertraulichkeitsstufen zusammenhängen. Standardmässig werden neue Dokumente der Stufe «normal zugänglich» zugeordnet. Diese Einstellung können Sie ändern, und auch die Gesundheitsfachpersonen können sensible Dokumente direkt in die Stufe «eingeschränkt zugänglich» einordnen.

Die Patientin erteilt den Gesundheitsfachpersonen das Zugriffrecht. Entweder ein normales Zugriffsrecht auf die Vertraulichkeitsstufe «normal zugänglich». Oder sie erteilt ein erweitertes Zugriffsrecht auf die Vertraulichkeitsstufen «normal zugänglich» und «eingeschränkt zugänglich». Die Patientin sieht alle Dokumente, auch die geheimen.

Wissens-Check
Welche Dokumente sieht eine Ärztin mit erweitertem Zugriffsrecht?

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Zuletzt geändert am 28.05.2019